Eingansphase
Die individuellen Voraussetzungen jedes einzelnen Schülers bzw. jeder einzelnen Schülerin erfordern hinsichtlich der Organisationsstruktur ein sehr flexibles und differenziertes System für Unterricht, Förderung und Therapie.
Mit beginnender Schulpflicht werden alle Kinder, die die Lilli-Nielsen-Schule besuchen, in die Unterstufe eingeschult. Dort werden sie für zwei Jahre unabhängig von ihrer Behinderung und sonstigen Lernvoraussetzungen gemeinsam schulartübergreifend unterrichtet. Im Rahmen einer lernprozessbegleitenden Diagnostik werden die festgestellten sonderpädagogischen Förderschwerpunkte überprüft und ggf. neu festgelegt.
Der weitere Verlauf der individuellen Schullaufbahn richtet sich nach der Lernentwicklung der Schülerin bzw. des Schülers. Individuellen Stärken bzw. Schwächen wird im Rahmen eines differenzierenden Unterrichts in jahrgangsübergreifenden Klassen begegnet (Prinzip der Binnendifferenzierung); darüber hinaus wird das Fach Mathematik im klassenübergreifenden Kurssystem unterrichtet.
Die folgende Skizze verdeutlicht diese Struktur:

Die Lernanforderungen orientieren sich am Lehrplan für die jeweilige Schulart (Förderschwerpunkt Lernen, geistige Entwicklung, Lehrplan Grundschule, Sekundarstufe I); die Dokumentation der Lernentwicklung erfolgt im jährlich fortzuschreibenden sonderpädagogischen Förderplan sowie in Zeugnissen.
Schülerinnen und Schüler mit schwerster Behinderung sind in die Unterstufenklassen sowie die Klassen des Förderschwerpunktes geistige Entwicklung integriert. Ihr unterrichtliches Angebot ist orientiert an Konzepten der Basalen Stimulation (Fröhlich), des integrierten Lernens (Haupt/Fröhlich) und des Aktiven Lernens (Lilli Nielsen).

